Internetabmahnungen

Berühmt-berüchtigte Anwaltskanzleien sind nach wie vor für diverse Rechteinhaber wegen Verfolgung sogennnten Filesharings urheberrechtlich geschützter Werke oder der Verwendung von Fotos tätig. Die Verstöße sollen über Netzwerke, wie z. B. BitTorrent oder eMule begangen worden sein. Mit einem seitenlangen und oft kaum noch verständlichen Abmahnschreiben versuchen diese Kanzleien oft zur Abgabe einer strafbewehrten vorformulierten Unterlassungserklärung (eine vorgefertigte liegt dem Schreiben bei) und zur Begleichung eines Vergleichsbetrages, welcher sich aus Schadensersatz und Anwaltskosten zusammensetzt, zu drüngen.

Durch das Setzen einer sehr knappen Frist sollen die Empfänger des Schreibens zu unüberlegtem und vorschnellem Handeln bewegt werden. In solen Fällen macht es allerdings mehr Sinn, zunächst Ruhe zu bewahren und besonnen zu handeln.

In vielen Fällen haftet der abgemahnte Anschlussinhaber nämlich nicht für die vorgeworfene Urheberrechtsverletzung, da er den Verstoß gar nicht begangen hat, sondern vielmehr ein Dritter. In diesen Fallkonstellationen bestehen einige Verteidigungsmöglichkeiten, um einer möglichen Störerhaftung zu entgehen. Und auch die Rechtsprechung ist im Urheberrecht nicht so abmahnerfreundlich wie sie gerne dargestellt wird. Der Rechteinhaber muss nämlich nachweisen, dass der Beklagte auch tatsächlich die „Tat“ im Internet begangen hat. Es ist also zu klären, ob überhaupt eine Unterlassungserklärung abgeben werden sollte, und ob ein Schadensersatz zu zahlen ist, und wenn ja, in welcher Höhe.

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten.

Lassen Sie die geltend gemachten Ansprüche durch versierte Rechtsanwälte prüfen. Das Anwalts-Team in der Villa Weiden hat in viele Fällen Erfolge für zu Unrecht abgemahnte Mandanten erzielen können und berät auch, damit es gar nicht erst zu Abmahnungen kommt.